Einführung:
Morgellons
Syndrom alias filamentöse
Biofilme (Updated
2026)

Vorabinformation:
M-R-O unterstützt ausdrücklich keine
Theorien über
sogenannte „Morgellons-Fasern“ beziehungsweise
Filamente in
Verbindung mit Chemtrails, Aliens, Nanotechnologie, Mikrochips,
Marssporen oder Baumwollfasern. Ebenso steht diese Erkrankung nicht im
Zusammenhang mit Milben, Würmern, Fliegen,
Springschwänzen,
Käfern oder anderen Parasiten.
Einige dieser Behauptungen sind unprofessionell und
irreführend. Sie fördern absurde
Verschwörungstheorien
und erschweren eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Jedem Skeptiker steht es
selbstverständlich frei, diese
aus seiner Sicht ungewöhnliche Erkrankung aufgrund fehlender
Vorstellungskraft oder mangelnden Wissens als Hirngespinst oder
Massenpsychose zu betrachten. Dies ist nachvollziehbar, da vermutlich
viele heute Betroffene vor ihrer Erkrankung ähnlich dachten
und
nun um medizinische Anerkennung kämpfen müssen.
Vorgeschichte von
Morgellons:
Der Begriff
„Morgellons“, auch als
„stille amerikanische Epidemie“ bezeichnet,
etablierte sich
seit 2002 weltweit. Der Begriff selbst ist
umstritten, da er Raum für Spekulationen
und kontroverse Interpretationen schafft. Dennoch basieren die
ursprünglichen Nachforschungen auf historischen Beschreibungen
ähnlicher Krankheitsbilder. Übernommen
wurde er von der Biologin Mary Leitao,
deren historische Recherchen mehrere Jahrhunderte
zurückreichen.
Häufig wird der Begriff
fälschlicherweise ausschließlich mit einer
Hauterkrankung gleichgesetzt. Heute wissen
wir, dass es
sich
auch um eine systemische Erkrankung handelt, die
sich aber langsamer entwickelt.
Bereits
im 17. Jahrhundert beschrieb Thomas Browne
entsprechende Symptome bei Kindern. Historische Quellen deuten darauf
hin, dass ähnliche Fälle bereits deutlich
früher
dokumentiert wurden – teilweise sogar bis in die Zeit der
Römer,
und
eigentlich eher bei der ärmlichen Bevölkerung
auftrat.
Unter
verschiedenen historischen Bezeichnungen wie „Les
Crinons“,
„Masclous“ oder „Masquelons“
wurden
vergleichbare Erscheinungen beschrieben, die
im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert
großes Interesse erregte. Daraus
soll sich später der Begriff „Morgellons“
entwickelt haben.
Auch das British Medical Journal
erwähnte diese Erkrankung bereits im Jahr 1946, wobei damals
eher
eine Myiasis (Fliegenmadenkrankheit) als mögliche Ursache
angenommen wurde. Wie dem auch sei – die damaligen Forscher
verfügten noch nicht über das heutige Wissen zu
filamentösen bakteriellen Biofilmen. Die mikroskopischen
Beobachtungen wurden ausschließlich nach dem damaligen
naturwissenschaftlichen Kenntnisstand interpretiert. Ähnliche
Fehleinschätzungen können auch heute noch entstehen,
wenn
entsprechende Kenntnisse über bakterielle Filamente fehlen.
Quelle:
British-Medical-Journal
"Myasis", " Fillian"
and " the
Morgellons"
Quelle: Georg Hieronymus Welsch - De
vermiculis capillaribus infantiumIn der
Abhandlung von Georg Hieronymus Welsch.
„De vermiculis capillaribus infantium“
(„Über
haarförmige Würmchen bei Kindern“)
beschäftigte
man sich mit einer rätselhaften Kinderkrankheit, bei der feine
haar- oder fadenartige Strukturen aus der Haut oder aus
Geschwüren
hervorzutreten schienen. Beschrieben wurden unter anderem:
- juckende
oder entzündete Hautstellen
- kleine
Geschwüre oder Bläschen
- fadenförmige
Gebilde, die wie Haare oder Würmer wirkten
- allgemeine
Schwäche und Unruhe
Die sogenannten
„Vermiculi capillares“ wurden als extrem
dünn, dunkel oder weißlich und
beweglich beschrieben.
Teilweise glaubte man, sie würden aus den Poren oder Wunden
herauswachsen und wurden mitunter auch mit Komedonen (Mitessern)
verwechselt.
Betrachtet
man das unten stehende Bild, erkennt man ein bakterielles
Filamentbündel, das innerhalb der Hautpore entsprechend der
räumlichen Gegebenheiten kreisförmig heranwachsen kann und
bei
zunehmender Größe aus der Pore hervorragt.
Diese schwarzen Pünktchen auf der Haut werden je nach Wissensstand
unterschiedlich interpretiert. Auf alle
Fälle sind es keine Komedonen
(Mitesser).
In
früheren Zeiten wurden diese beweglichen Filamente aufgrund
mangelnden mikrobiologischen Wissens häufig mit
Würmern, etwa
Fadenwürmern, verwechselt. Tatsächlich
handelt es sich jedoch nicht um Würmer, sondern um bakterielle
Filamente.
Unter bestimmten Bedingungen – beispielsweise
durch
den Einfluss von Stickstoff durch Anhauchen –
können
sie sich durch Kontraktionen bewegen und sich in Richtung der
Stickstoffquelle ausrichten. Dieses Verhalten wird als Chemotaxis
bezeichnet. Dieses Phenomen von sich bewegenden Filamenten wurde schon öfters von
Mikrobiologen
beobachtet. Siehe unteren Link mit Videoclips hierzu.
Quelle:
Bacillus subtilis Bewegungen
führen zu neuen Formen der Fortbewegung
multizellulärer Strukturen.“
(Mendelson et al., Mikrobiologie)
Mit
dem heutigen Wissensstand könnte man vermuten, dass sich
damals
insbesondere Kinder aus ärmeren Verhältnissen von
ungewaschenen Feldfrüchten wie Karotten, Kohl und anderem
Gemüse ernährten, die möglicherweise mit
filamentösen Biofilm-Bakterien aus dem Erdreich kontaminiert
waren, beispielsweise mit Bazillus
thuringiensis oder Bazillus
megaterium.
Diese könnten über den Darm in den Blutkreislauf
gelangt sein
und sich schließlich über das Lymphsystem auch auf
der Haut
manifestiert haben.

In
der modernen Zeit galt diese Erkrankung weitgehend als verschwunden,
was unter anderem auf verbesserte Hygienestandards und das Waschen von
Obst und Gemüse vor dem Verzehr
zurückgeführt wird. Nach
dieser Auffassung sei die Problematik jedoch in den vergangenen
Jahrzehnten erneut aufgetreten, da bestimmte im Erdreich vorkommende
Bakterien von der Pestizidindustrie als biologische
Schädlingsbekämpfungsmittel kommerziell genutzt und
weltweit
verbreitet wurden.
Kritiker werfen der Industrie
vor,
wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund zu stellen und die
Öffentlichkeit durch Fehlinformationen zu beinflussen und
Betroffene durch Diskreditierung dadurch nicht ernst genommen
werden. Nach dieser Sichtweise
verfügen große
Konzerne über erheblichen wirtschaftlichen und politischen
Einfluss und können dadurch auch auf politische Entscheidungen
einwirken.
Kontrovers diskutiert werden in diesem
Zusammenhang unter anderem Produkte wie Glyphosat oder Neonikotinoide.
So musste die Bayer AG
nach der Übernahme von Monsanto
in den USA hohe Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit
Glyphosat-Klagen leisten, während Glyphosat innerhalb der
Europäischen Union weiterhin zugelassen blieb. Kritiker sehen
darin einen deutlichen Einfluss wirtschaftlicher Interessen und von
Lobbygruppen auf politische Entscheidungen.
US-Regierung bezahlt PR-Firma, um
Kritiker von GVO (GMO) und Pestiziden zu verfolgen und zu diffamieren
https://gmwatch.org/en/106-news/latest-news/20475
https://www.lighthousereports.com/investigation/poison-pr/
USDA-Wissenschaftler für Untersuchung der
Auswirkungen von Insektiziden bestraft
https://www.corporatecrimereporter.com/news/200/usda-scientist-punished-for-looking-into-insecticide-effects-on-monarch-butterflies/
Mittlerweile
hat sich das gesamte Thema stark politisiert. Nach Auffassung vieler
Betroffener und Beteiligter wird auf Plattformen wie Wikipedia
sowie auf anderen Webseiten gezielt darauf hingearbeitet, Erkrankte
ebenso wie involvierte Forscher und Ärzte zu diffamieren oder
zu
diskreditieren. Kritisiert wird insbesondere, dass die Erkrankung
häufig pauschal als reine Wahnvorstellung beziehungsweise als
sogenannter Dermatozoenwahn dargestellt werde.
Auf Grundlage meiner langjährigen
unabhängigen
Recherchen, zahlreicher Umfrageergebnisse sowie der daraus gezogenen
Schlussfolgerungen sollte die gesamte Symptomatik eher als
multisystemische Erkrankung betrachtet werden, die mit
Biofilm-Bakterien in Zusammenhang steht. Nach dieser Auffassung handelt
es sich weder ausschließlich um eine Hauterkrankung noch um
eine
bloße Einbildung, wobei die sichtbaren Hautsymptome
lediglich die Spitze des Eisbergs
darstellen würden.
Multisystemische
Erkrankung und
Biofilm:
Nach unseren neuesten
Laboruntersuchungen wird diese
Erkrankung durch filamentöse Biofilm-Bakterien (FBB)
verursacht.
Dabei können auch hyaline, schwarze oder verschiedenfarbige
Filamente sowie infektiöse Sporen- beziehungsweise
Biofilmstrukturen (Blebs, runde oder längliche Formen usw.)
auftreten.
Das
Krankheitsbild scheint nach dieser Einschätzung vermutlich von
unterschiedlichen, eng miteinander verwandten Bakterienarten
(Bazillen) geprägt zu sein, die einzeln oder innerhalb eines
Biofilms
miteinander interagieren. Zusätzlich kann sich die
Erkrankung durch verschiedene Sekundärinfektionen erheblich
verschlimmern.
Möglicherweise
besteht ein Zusammenhang zwischen einer FBB-Infektion und
stressbedingten Vorerkrankungen, Traumata oder chronischen Erkrankungen (z.
B. Stoffwechselerkrankungen), die zu einer insuffizienten oder chronischen Stress/HPA-Dysfunktion und gestörten
Darmmikrobioms mit gastrointestinalen Erkrankungen (Leaky‑Gut, Morbus Chron, Ulcus/Helicobacter
pylori, Reflux, Krebs, Zöliakie, Diabetes) geführt haben. Ein
gestörtes Darmmikrobiom eventuell auch durch frühere chronische Infektionen (z. B. Borreliose,
Syphilis, Chlamydien) und längeren
Antibiotikatherapien verursacht wird. Hinweise
darauf könnten sich insbesondere in einer stressinduzierten
Überreaktion des Immunsystems zeigen, begleitet von
erhöhten
Konzentrationen von Histamin und Prostaglandinen,
Leukotrienen und Zytokinen. Bei
einer Infektion mit FBB zeigt sich bei betroffenen Personen im
Vergleich zu gesunden Individuen eine verstärkte
immunologische
Reaktion (stressinduzierte
Mastzellaktivierung?)
auf bakterielle Enzyme. Dabei kann insbesondere eine Dysregulation der
Mastzellfunktion eine zentrale Rolle spielen. Mastzellen sind
angeborene Immunzellen, die durch die Freisetzung von Mediatoren wie
Histamin, Zytokinen und Proteasen wesentlich an Entzündungs-
und
Abwehrreaktionen beteiligt sind.
Im
Rahmen dieser Prozesse
kann es entweder zu einer funktionellen Überaktivität
der
Mastzellen oder zu einer vermehrten Freisetzung inflammatorischer
Mediatoren kommen. Klinisch wird dies häufig im Kontext eines
Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) diskutiert, bei dem eine
überschießende, jedoch nicht klonal bedingte
Aktivierung der
Mastzellen vorliegt. Alternativ kann auch eine Mastzellerkrankung mit
erhöhter Zellzahl (Mastozytose) differenzialdiagnostisch
relevant
sein.
Zusätzlich
ist eine
Abgrenzung zur Histaminintoleranz wichtig, bei der primär eine
verminderte enzymatische Histaminabbaurate (z. B. durch
Diaminoxidase-Mangel) vorliegt, während die Mastzellzahl und
-funktion selbst nicht primär betroffen sind
Im
weiteren Krankheitsverlauf können daraus ausgeprägte
hyperallergische und entzündliche Reaktionen entstehen. Zudem
wären Komplikationen wie Blutgerinnsel, Thrombosen,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicherweise auch weitere
schwere Folgeerkrankungen wie Krebs denkbar bei chronischen
Entzündungsprozessen.
Biofilmmasse
mit länglichen
Auswüchsen
(Streamers), die später
nach Abspaltung einzelne
Filamente, eigene Kolonien
SCV (small colony variants) wieder bilden können
Das
Mysterium von Morgellons ist soweit gelöst:
Im
Grunde handelt es sich um eine bakterielle Infektion, bei der diese
bakteriellen Biofilm-Filamente letztendlich auch auf der Haut sichtbar
werden. Das
eigentliche Problem besteht darin, dass weder viele Ärzte noch
Wissenschaftler – mit Ausnahme einiger Mikrobiologen
–
über ausreichende Kenntnisse zu diesen bakteriellen Filamenten
verfügen. Dadurch müssen viele Betroffene unter
diesem
Wissensmangel leiden.
Erst
der Zusammenhang zwischen filamentösen Bodenbakterien und
dieser
Erkrankung erklärt definitiv das Phänomen, das
als Morgellons bezeichnet
wird. Wobei diese Bakterien Biofilm-Filamente
(Streamers) erzeugen können, also Auswüchse und
Abspaltungen des
Hauptbiofilms. Diese Abspaltungen (einzelne
Filamente) sind auch in der Wissenschaft bekannt als SCV`s (small
colony variants), die sehr resistent sind gegen üblicher
Antibiotika. Nach einer
Infektion breiten sie sich anfänglich im
Darm aus,
um sich dann über den Blutkreislauf und Lymphsystem, in die
Lunge, den Nieren, dem Herzen auszubreiten.
Quelle:
SCV`s wie Bacillus cereus resistent gegen
üblicher Antibiotika
Quelle:
Small colony variants:
Pathogene Bakterien mit hartnäckigen und wiederkehrenden
Infektionen
Später
tentenziell in Richtung Augen,
Ohren, Nase,
Nebenhöhlen, Hautporen und schließlich direkt auf
der Haut
in Erscheinung treten, insbesondere im Bereich der
Hautporen. Ähnlich
wie viele andere
Bakterien der natürlichen Hautflora bevorzugen sie
sauerstoffreiche Bereiche, da es sich um fakultativ aerobe
Bakterien handelt. Also sowohl mit
als auch ohne Sauerstoff überleben können.
Zumal diese kühleren Areale zur Fortpflanzung
eher in Frage kommen als im Körperinneren bei 37 Grad Celcius.
Quelle:
Einige Informationen und Bilder
über Biofilm-Streamers von der Montana State University:
Biofilminfektionen verursachen ein deutlich
anderes
Krankheitsbild als gewöhnliche bakterielle Infektionen.
Aufgrund
des schützenden Biofilms sind solche Bakterien oftmals nur
schwer
nachweisbar. Zwar verlaufen Infektionen mit FBB in der Regel
nicht
akut
tödlich wie beispielsweise Infektionen mit der
engverwandten Variante der Bazillus cereus Gruppe, wie
der hochvirulente
Erreger Anthrax (Bacillus
anthracis),
doch können die widerstandsfähigen Sporen zu einem
langwierigen Krankheitsverlauf mit Folgeerkrankungen sowie latenten
oder rezidivierenden Infektionen führen aufgrund der
widerstandsfähigen, antibiotikaresistenten Sporen.
Kausale
Auslöser:Schwächeres
oder verändertes Immunsystem
Kinder
und ältere Menschen haben oft:
- weniger
stabile Immunantworten,
- empfindlichere
Schleimhäute,
- andere
Darmflora,
- stärkere
Reaktionen auf Umweltstoffe.
Dadurch könnten sie
eher Symptome entwickeln.
2. Haut-
und Hormonfaktoren
Bei
Frauen — besonders nach der Menopause —
verändern sich:
- Hautbarriere,
-
Entzündungsreaktionen,
- Mikrobiom,
-
Hormonspiegel.
Weitere
mögliche Auslöser der Erkrankung können
vermutlich bereits bestehende Vorerkrankungen, langanhaltende
Stresszustände oder posttraumatischer Stress sein. Dadurch
kann es
unter anderem zu einer erhöhten Stickstoffproduktion,
beispielsweise durch Stresshormone, sowie zu einem
gesteigerten
Stoffwechsel und verstärkten Entzündungsprozessen mit
erhöhter Proteindegeneration kommen.
Entzündungsprozesse
und deren chemische Absonderungen, darunter auch
Stickstoffverbindungen, können allgemein Bakterienansiedlungen
am
Entzündungsherd begünstigen. Diese wiederum
können durch
bakterielle, lysierende Enzyme einen Abbau von Kollagen verursachen,
wodurch Bindegewebe, Zähne und Knochen geschädigt
werden
können. Ebenso können Muskeln und Nervenfasern in
Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch
Bestandteile des
Immunsystems wie Leukozyten, T-Zellen,
Makrophagen oder andere Immunzellen
können geschädigt beziehungsweise lysiert werden, und
dadurch weitere Entzündungsherde
entstehen können. Wodurch typische
Entzündungs- und Infektionsmarker mitunter nur schwer
nachweisbar sind
Stickstoff
ist zudem ein wesentlicher Bestandteil zahlreicher biologischer
Prozesse und kommt unter anderem als Trägersubstanz
für
Hormone und Pheromone sowie in vielen weiteren körpereigenen
Substanzen vor. Ein großer Teil stickstoffhaltiger
Verbindungen
wird über den Stoffwechsel verarbeitet und teilweise auch
über die Atemluft (70%) ausgeschieden. Stickstoffverbindungen
sind
daher in vielen Bereichen des menschlichen Körpers vorhanden.
Je
höher die Konzentration bestimmter stickstoffhaltiger
Stoffwechselprodukte im Körper ist, desto
größer
könnte die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Besiedlung
durch
diese Bakterien sein, die eigentlich aus dem Erdreich stammen.
Diese gelten in der Regel nicht als klassische Humanpathogene und
verbleiben normalerweise überwiegend im Bodenmilieu.
Wenn
jedoch solche Bakterien aus dem Erdreich isoliert, von Agrokonzernen
industriell genutzt und seit Jahrzehnten weltweit verbreitet werden,
könnte sich daraus ein schwerwiegendes ökologisches
Problem
entwickelt haben, dessen Auswirkungen kaum noch kontrollierbar
erscheinen.
Stickstoffreiche
Milieus stellen allgemein günstige Bedingungen für
viele
Bakterien dar, darunter auch für einige nachgewiesene
stickstoffbindende oder nitrifizierende Bakterien, die sich nun im
menschlichen Körper durch Adaption angesiedelt haben.
Daher
liegt die Vermutung nahe, dass bestimmte Individuen aufgrund ihrer
stressbedingten Biochemie anfälliger für eine
Besiedlung sein
könnten, obwohl Menschen und Tiere ursprünglich keine
bevorzugten Wirtsorganismen dieser Mikroorganismen darstellen.
Eine
Infestation beziehungsweise Infektion mit Biofilmen kann
möglicherweise über Schweiß- und
Hautkontakt, durch
Verschlucken oder Einatmen von Aerosolen sowie über
Bluttransfusionen erfolgen. In den USA wurden bereits aus allen
Bundesstaaten Fälle der Morgellons-Erkrankung gemeldet,
während sich auch in Europa und Asien Berichte über
mögliche Neuinfektionen häufen.
Erste
Morgellons
Infektionsfälle:
Speziell in
den USA, wo die ersten
Fälle von Morgellons bereits in den 1980er-Jahren auftraten
und ab
den frühen 1990er-Jahren sowie erneut Anfang der 2000er-Jahre
epidemieartige Wellen beobachtet wurden, tappen viele Ärzte,
Wissenschaftler und Patienten bis heute noch im Dunkeln.
Einerseits
liegt dies daran, dass der Zugang zu umfassenderen diagnostischen
Verfahren oftmals nicht gewährleistet ist, unter anderem
aufgrund
fortlaufender Einsparungen im Gesundheitssystem. Andererseits spielen
nach Ansicht vieler Betroffener auch Gleichgültigkeit,
mangelnde
Fachkenntnisse und Fehleinschätzungen eine Rolle.
Zudem
wird bei unbekannten Erkrankungen häufig darauf verzichtet,
Molekularbiologen, Genetiker oder Mikrobiologen in die Diagnostik
miteinzubeziehen. Dadurch gestaltet sich eine differenzierte
Untersuchung zusätzlich schwierig. Insbesondere deshalb, weil
beispielsweise Bazillus
thuringiensis nicht
als klassisches humanpathogenes Bakterium gilt und daher in vielen
diagnostischen Datenbanken nur eingeschränkt erfasst ist.Kritiker
führen dies unter anderem darauf zurück, dass
biologische
Insektizide von der Pestizidindustrie über lange Zeit als
weitgehend unbedenklich eingestuft und vermarktet wurden. Desweiteren
es sich nicht bei 37 Grad Celcius anzüchten lässt,
sondern eher um die 30 Grad. Aus diesen Gründen
bleibt es bei
Routineuntersuchungen oftmals unentdeckt beziehungsweise
„unter dem
Radar“.
Daher
kann man Hausärzten oder zuständigen
behördlichen
Einrichtungen nicht pauschal die Schuld zuschreiben, da diese im Rahmen
der verfügbaren medizinischen Erkenntnisse handeln. Dennoch
wurde
die Erkrankung nach Auffassung vieler Betroffener von
US-Behörden
über einen langen Zeitraum hinweg weitgehend ignoriert oder
nicht
ausreichend thematisiert.
Mittlerweile wird
Morgellons von den Centers for Disease Control and
Prevention als bislang nicht eindeutig
geklärtes Krankheitsbild erfasst und auch vom National Institutes of Health
im Zusammenhang mit seltenen Erkrankungen aufgeführt.
Neueren
Berichten zufolge geben die Mayo Clinic
sowie die Centers for Disease Control and
Prevention
inzwischen inoffiziell Hinweise an US-Ärzte weiter, dass diese
Erkrankung ernst genommen und betroffene Patienten entsprechend
behandelt werden sollten, anstatt die Beschwerden pauschal als
Dermatozoenwahn abzutun.
Nach
Ansicht vieler Betroffener ändere sich der Umgang mit dem
Thema
jedoch immer wieder, unter anderem abhängig von
Prioritäten
und verfügbaren Forschungsgeldern. Angesichts teils
schwerwiegender Hautläsionen und innerer
Krankheitssymptomatiken
sehen viele darin eindeutige Hinweise auf ein tatsächliches
Krankheitsbild. Siehe dazu die nachfolgenden Bilder.
Im
Jahr 2008 wurden unter der damaligen US-Regierung finanzielle Mittel in
Höhe von 300.000 Dollar für die Erforschung dieser
Erkrankung
bereitgestellt. Die Untersuchungen wurden unter anderem von Kaiser Permanente
durchgeführt. Kritisiert wurde dabei, dass offenbar weder
mikrobiologische Kulturen angelegt noch PCR-Analysen oder andere
weiterführende diagnostische Verfahren eingesetzt wurden,
weshalb
nach Ansicht vieler Betroffener keine aussagekräftigen
Ergebnisse
erzielt werden konnten.
Zitat:
DEPARTMENTS
OF LABOR,
HEALTH AND HUMAN SERVICES, AND EDUCATION, AND
RELATED AGENCIES APPROPRIATION BILL, 2008. REPORT OF THE COMMITTEE ON
APPROPRIATIONS U.S. SENATE.
Morgellons Disease: The Committee urges the Centers for Disease Control
and Prevention to study an unexplained skin condition commonly known as
Morgellons Disease, which affects over 10,000 individuals with skin
lesions, joint pain, and neurological difficulties, among other
symptoms. The Committee encourages the Centers for Disease Control and
Prevention to work as quickly as possible to plan and begin this
important research to increase the amount of information available to
practitioners and the public.
Nach
Auffassung vieler Betroffener wurde von Kaiser Permanente
damals keine gezielte Untersuchung der eigentlichen
Morgellons-Erkrankung durchgeführt. Stattdessen sei die
Erkrankung
lediglich am Rande einer allgemeinen Studie über
parasitäre
Infestationen behandelt worden, ohne eine umfassende Untersuchung durch
spezialisierte Fachleute vorzunehmen.
Rückblickend
wird die Studie daher von Kritikern nicht als seriöse
wissenschaftliche Untersuchung angesehen, insbesondere im Hinblick auf
die dafür bereitgestellten Forschungsgelder in Höhe
von
300.000 Dollar.
Vermutlich sind
derzeit weltweit
Millionen von Menschen infiziert, ohne sich dessen bewusst zu sein
– Tiere dabei noch nicht mit eingerechnet. Für viele
Leser
mag dies wie eine Erzählung aus einer anderen Welt erscheinen,
doch nach dieser Auffassung handelt es sich um Vorgänge, die
tagtäglich in der Natur und mittlerweile auch in urbanen
Lebensräumen weltweit stattfinden.
Auch
in Europa sollte nach Ansicht vieler Betroffener ein schnelleres
Umdenken stattfinden, anstatt zahlreiche Erkrankte vorschnell als
schizophren oder psychisch auffällig einzustufen. In diesem
Zusammenhang wird unter anderem auf Reaktionen des damaligen
bayerischen Gesundheitsministeriums unter Minister Markus Söder
verwiesen, nachdem eine an Morgellons erkrankte Frau aus Verzweiflung
aus einem Heißluftballon gesprungen ist.
Statt Beschwerden
vorschnell psychiatrisch einzuordnen oder ausschließlich mit
Antidepressiva zu behandeln (pure
Körper- und Menschenrechtsverletzung),
fordern Betroffene intensivere und unabhängige medizinische
Nachforschungen. Die Würde des Menschen sei unantastbar, und
nicht
jede bislang unerklärte Symptomatik könne allein
deshalb
ausgeschlossen werden, weil sie medizinisch noch nicht
vollständig
verstanden sei. Unabhängige Forschung zur Erkrankung
wäre
daher aus Sicht vieler Patienten dringend erforderlich. In dubio pro
morbo!
Diskreditierung der
Erkrankten:
Leider
gibt es nach Aussagen vieler Betroffener zahlreiche Fälle, in
denen Psychiater oder andere Ärzte ohne direkte Untersuchung
der
Patienten vehement behaupten, sämtliche Symptome
würden
ausschließlich auf psychische Störungen oder wahnwitzigen Praktiken der
Selbstverstümmelung zurückzuführen
sein und seien daher reine Einbildung.
Zudem
werde teilweise auch per Ferndiagnose die Ansicht vertreten, es handle
sich bei den weltweit Betroffenen um eine Form induzierten Massenwahns.
Dabei wird behauptet, Betroffene hätten sich entsprechende
Krankheitsbilder über das Internet angeeignet
(MEM-Phänomen),
um infolge psychischer Störungen verstärkt
Aufmerksamkeit zu
erhalten, etwa im Sinne eines Münchhausen-Syndroms.
An
dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass nach
Berichten
Betroffener auch Haustiere und Babys ähnliche Symptome zeigen,
was
aus ihrer Sicht gegen die Theorie einer rein psychischen Ursache
spricht. Ebenso erscheint vielen Betroffenen die Vorstellung absurd und
unrealistisch, dass sich weltweit zahlreiche Menschen
eigenständig
mit Pinzetten oder ähnlichen Gegenständen
Hautverletzungen
und Pusteln zufügen würden. Solche Unterstellungen
werden von
Betroffenen oftmals als unangemessen und entwürdigend
empfunden
und entsprechen eher
kranken Gedanken von kranken
Ärzten...
Viele Betroffene haben mittlerweile den Eindruck, dass
gezielt
zahlreiche widersprüchliche oder verwirrende Theorien
verbreitet
werden, wodurch von möglichen tatsächlichen Ursachen
oder
Verantwortlichkeiten abgelenkt werden soll. In diesem Zusammenhang
besteht bei einigen die Vermutung, dass Teile des Medizin- und
Forschungssystems sowie Universitäten und Behörden
durch einflussreiche Pestizid- und Pharmakonzerne beziehungsweise deren
Lobbystrukturen („revolving doors“) erheblich
beeinflusst
werden.
Quelle:
http://www.bittere-pillen.de/bipi/korrupte-medizin-hans-weiss.html
Es
erscheint vielen Betroffenen schwer vorstellbar, dass Wissenschaftler,
die mittels DNS-Analysen und anderer Untersuchungsmethoden nach
Ursachen gesucht haben, keinerlei relevante Ergebnisse erzielen
konnten. Daher entsteht nicht ganz unbegründet der Eindruck,
dass
viele Forscher auf diesem Gebiet nicht weiterarbeiten möchten
oder
ihre Nachforschungen wieder eingestellt haben, weil sie genötigt wurden ihre Nachforschungen
wieder aufzugeben!
Anstatt
sachlich auf eine mögliche neue Erkrankung zu reagieren,
fühlen sich viele Beteiligte von Behörden und
öffentlichen Institutionen unter Druck gesetzt oder im
Internet
öffentlich diffamiert und lächerlich gemacht, etwa
auf
Plattformen wie Wikipedia oder durch die Youtube-Auftritte des etwas
skurilen Diplombiologen Mark Benecke, einem bekannten Skeptiker und
angeblichen Vampirjäger. Der oberflächlich von der
Ferne
analysiert und angeblich Morgellons, diese kleinen Racker schon seit 20
Jahren kennt.
Nach
Ansicht vieler Betroffener wird erheblicher Aufwand betrieben, um
bestimmte Sichtweisen zur Erkrankung zu unterdrücken oder zu
diskreditieren. Dabei wird kritisiert, dass manche Interessengruppen in
Veröffentlichungen oder Artikeln wissenschaftliche
Forschungsergebnisse auslassen würden, die nicht in das
jeweilige
Darstellungskonzept passen.
Je mehr
kritische
Gegenstimmen veröffentlicht werden, desto stärker
wird nach
Ansicht vieler Betroffener die öffentliche Meinung
beeinflusst.
Dabei gerät der Leidensweg der Erkrankten häufig in
den
Hintergrund.
Das
eigentlich
Mysteriöse an dieser Erkrankung sind für viele
Betroffene
nicht die Patienten oder die möglichen Krankheitserreger
selbst,
sondern die intensiven Bemühungen bestimmter Institutionen,
diese
Erkrankung konsequent zu diskreditieren. Dies wird von vielen als
auffällig und schwer nachvollziehbar empfunden.
Wie dem auch sei
– das Centers for Disease Control and
Prevention
scheint später eine differenziertere Haltung eingenommen zu
haben,
nachdem Berichten zufolge auch ein ehemaliger Mitarbeiter der
Behörde selbst betroffen gewesen sein soll.
Der
US-Senat stellte bereits im Jahr 2008 finanzielle Mittel für
die
Erforschung und Behandlung dieser Erkrankung zur Verfügung,
ohne
dass daraus letztendlich definitive Ergebnisse hervorgingen. Kritisiert
wurde insbesondere, dass die Untersuchungen Ärzten der
zweifelhaften Krankenhauskette Kaiser Permanente
übertragen wurden, die eigentlich
Militärärzte sind.
Deren
Vorgehensweise von vielen Betroffenen und Kritikern als unzureichend
oder fragwürdig angesehen wurde.
Begutachtung
der Filamente:
Zwar
untersuchen
Ärzte die Haut und erkennen dabei schwarze
Pünktchen oder fadenartige Strukturen auf der Haut oder im
Intimbereich
beziehungsweise filamentartige Knäuel, können diese
Beobachtungen jedoch häufig keiner eindeutigen Erkrankung
zuordnen.
Winzige
Mikroorganismen samt Biofilm-Filamenten lassen sich mit
bloßem
Auge nur schwer erkennen. Ärzte, die jedoch ein
Auflichtmikroskop
mit einer Vergrößerung von mindestens 50- bis
100-fach
verwendeten, konnten dabei öfters filamentartige
Bündel
beobachten, die aus Hautporen und Haarschäften hervortraten.
Warum?
Im Normalfall wachsen diese Filamente kreisförmig in
Bündeln
innerhalb der Hautpore heran, bis sie schließlich aus der
Pore
herausgedrückt werden, da der verfügbare Raum
innerhalb der
Hautpore mit zunehmender Größe der
Filamentbündel nicht
mehr ausreicht.
Einige
Dermatologen führten vor der Probenentnahme zunächst
eine
gründliche Hautreinigung durch, um mögliche
Verunreinigungen
durch Kleidungsfasern oder andere Fremdpartikel
auszuschließen.
Anschließend wurde eine Capsaicin-haltige Creme auf
schweißintensive Hautareale aufgetragen. Bereits nach kurzer
Zeit
traten vermehrt schwarze Pünktchen auf der
Hautoberfläche in
Erscheinung. Begünstigt wird das auch mit Senf, Milch oder
Honig. Das entspricht auch den Beschreibungen
von Sir Thomas Browne.
Teilweise
wurden Proben auch mittels Hautabschabungen oder direkt mit einer Nadel
aus den Hautporen entnommen. Bei der anschließenden
mikroskopischen Untersuchung zeigten sich rote, grüne, orange,
blaue, hyaline/glasige
sowie schwarze
und braune Filamente, die öfters von einer schleimartigen
Substanz
beziehungsweise einem Biofilm umgeben waren. Eine
weiterer Punkt, warum aus Unwissenheit diese Filamente als
Baumwollfusseln abgetan werden sind die farbigen Filamente.
Farbige
Filamente:
Um
es einfach zu erklären, in der Mikrobiologie ist dies nichts
Außergewöhnliches, da unterschiedliche
Pigmentierungen und
Melanin-Schattierungen auch bei Mikroorganismen vorkommen
können.
Auch beim Menschen entsteht die Haarfarbe durch Melanin, dass in
spezialisierten Zellen, den sogenannten Melanozyten, gebildet wird. Als
Ausgangssubstanz dient dabei in der Regel die Aminosäure
Tyrosin.
Das bedeutet
aber nicht, dass in unserem Fall Bazillus
thuringiensis (Bt) „menschliche
Farben“ wie Haarfarben exakt nachbildet. Menschliche
Haarfarbe
entsteht hochreguliert durch Melanin-Typen wie Eumelanin und
Phäomelanin in spezialisierten Zellen. Bei Bakterien sind
Farbänderungen meist:
* Nebenprodukte des
Stoffwechsels,
* Stressreaktionen,
* oder
Schutzmechanismen gegen UV und Oxidation.
Wenn nun Bazillus thuringiensis
(BT) sich von menschlichen Körpersubstanzen ernährt
wie
Mineralien und Aminosäuren, dann können in vivo
tatsächlich andere Farben entstehen wie in vitro oder in der
Natur. Ein menschliches oder tierisches Medium kann somit:
*
mehr Pigmentvorstufen liefern,
* Oxidationsreaktionen
verstärken,
* und dadurch ungewöhnliche
Farbtöne erzeugen.
Bacillus thuringiensis und
anderen Bakterien können
somit abhängig von verfügbaren Aminosäuren
und
Umweltbedingungen verschiedene Pigmente oder farbige
Stoffwechselprodukte bilden. Zum Beispiel:
*
Melaninartige Pigmente aus Tyrosin
* Braune/schwarze
Schutzpigmente gegen UV-Strahlung
* Gelbe, rote oder orange
Stoffwechselpigmente je nach Stamm und Nährmedium
Die
Farbe hängt oft ab von:
* vorhandenen
Aminosäuren
* pH-Wert
* Sauerstoff
*
Metallionen
* Temperatur
* genetischem Stamm
Das
bedeutet: Ja, bestimmte Bt-Stämme können also ihre
Pigmentbildung abhängig von verfügbaren
Aminosäuren
verändern — grob vergleichbar damit, dass
biologische
Bausteine die Farbproduktion beeinflussen. Bei
Bacillus thuringiensis
sind Blau, Grün oder Violett normalerweise nicht
natürliche
Hauptpigmente. Solche Farben können aber unter speziellen
Bedingungen auftreten, zum Beispiel durch:
*
bestimmte Mutationen,
* gentechnische Veränderungen,
*
Reaktionen mit Metallionen,
* Farbstoffe aus dem Medium,
*
andere Mikroorganismen in Mischkulturen,
* oder seltene
Nebenprodukte des Stoffwechsels.
Wichtige
Metallionen dabei:
* Eisen (Fe²⁺ /
Fe³⁺)
→ oft braune, rostige oder
schwarze Töne
→ kann
Melaninbildung verstärken
* Kupfer
(Cu²⁺)
→ beeinflusst
Oxidationsenzyme
→ kann
grünlich-dunkle Reaktionen fördern
*
Mangan (Mn²⁺)
→ beeinflusst
Sporulation und Enzyme
→ manchmal dunklere
Kolonien
* Zink (Zn²⁺)
→ verändert Enzymaktivität und
Pigmentintensität
* Nickel / Kobalt
→ selten farbliche Nebeneffekte durch Metallkomplexe
Typische
Krankheitssymptome:
Das
auffälligste Merkmal dieser Erkrankung ist, dass winzige
schwarze
oder verschiedenfarbige Fäden aus Hautporen, Augenwinkeln oder
Nasenöffnungen hervortreten können. Diese
fühlen sich
auf der Haut oftmals wie feine Sandkörnchen an.
Dies
lässt sich möglicherweise dadurch erklären,
dass sich
getrockneter und kristallisierter Biofilm – bestehend aus
Polysacchariden (Zuckerbausteinen) – ähnlich
anfühlt
wie kristallisierte Zucker- oder Salz
rückstände auf der
Haut, etwa nach einem Meerbad ohne anschließendes Abduschen.
Im
Zusammenhang mit Morgellons wird dabei auf kristallisierte CRY-Proteine
von Bazillus
thuringiensis verwiesen.
Diese
Fäden treten nach Angaben Betroffener vermehrt in
Stresssituationen mit erhöhter Schweißbildung auf.
Teilweise
wird auch über verstärkte Symptome während
bestimmter
Mondphasen berichtet. Auffällig ist dabei aus Sicht vieler
Betroffener, dass die Filamente die Haut erneut penetrieren und somit
wieder in tiefere Hautschichten gelangen könnten.
Als
mögliche Ursache werden unter anderem enzymatische Prozesse
diskutiert, die auch allergische Hautreaktionen hervorrufen
könnten – vergleichbar mit Reaktionen auf
Insektenstiche.
Einige Betroffene sehen darin zudem Hinweise auf eine mögliche
Übertragbarkeit innerhalb des sozialen Umfelds. Nach dieser
Auffassung könnte sich eine solche Lebensform über
Biofilm-Filamente oder Sporen weiter verbreiten.
Insbesondere
an
Orten mit hohem Publikumsverkehr und engem Hautkontakt – etwa
in
Altenheimen, Krankenhäusern oder Arztpraxen –
könnten
nach dieser Hypothese immungeschwächte oder stark belastete
Personen anfälliger für Infektionen sein.
Gleichzeitig
ist zu berücksichtigen, dass sich überall glasige
oder
farbige Fasern sowie unterschiedlichste Mikroorganismen in der Umwelt
befinden – sowohl in Wohnungen als auch auf der Haut. Viele
der
sichtbaren Fäden und Partikel stammen jedoch
tatsächlich von
Kleidungsabrieb oder anderen alltäglichen Materialien.
Natürlich
können Bakterien und Pilze auch Materialien wie Papier oder
Baumwolle besiedeln, da diese überwiegend aus Zellulose
beziehungsweise Polysacchariden bestehen. Deswegen können sich
Mikroorganismen gegebenenfalls auch auf Kleidung ansiedeln, weshalb aus
hygienischer Sicht erhöhte Vorsichtsmaßnahmen
sinnvoll
erscheinen.
Auffällig
ist dabei nach Ansicht von M-R-O, dass einige dieser
Mikroorganismen offiziell nicht als typische humanpathogene Erreger
gelten, während ironischwerweise Hersteller
biologischer Pestizide gleichzeitig
Warnhinweise zu ihren Produkten herausgeben.
Darin wird unter anderem empfohlen, direkten Körperkontakt zu
vermeiden, kontaminierte Kleidung nicht mit nach Hause zu nehmen und
bei Kontakt Haut oder Augen mindestens 15 Minuten lang mit klarem
Wasser auszuspülen.
Des
Weiteren sollte erwähnt werden, dass Baumwollfasern aus
denselben
grundlegenden Polysaccharid-Strukturen bestehen wie bestimmte
Filamente, die von manchen Bakterien gebildet werden können.
Diese
Strukturen dienen unter anderem als Kohlenstoff- beziehungsweise
Zuckerspeicher, können aber auch Funktionen bei der Anhaftung
an
Oberflächen oder zur Fortbewegung durch ein filamentartiges
Wachstum übernehmen, das teilweise an Pilzhyphen erinnert.
Zudem
werden bestimmte Bakterien industriell genutzt, beispielsweise zur
Herstellung von Biopapier oder Biokunststoffen wie PHA
(Polyhydroxyalkanoate).
Abschliessend
kann man sagen, dass es verschiedene Bakterienarten gibt, die
Eigenschaften filamentöser Biofilme aufweisen können.
Dazu
zählen unter anderem Bacillus megaterium, Bacillus
subtilis,
sowie verwandte Arten wie Bacillus thuringiensis und weitere
Vertreter der Bacillus cereus-Gruppe.
Sowie auch das
von M-R-O öfters nachgewiesene Agrobacterium tumefaciens,
welches einige dieser Kriterien erfüllt. Diese Bakterienart
wird
je nach wissenschaftlicher Einordnung oder industrieller Anwendung
teilweise auch als Rhizobium radiobacter, Agrobacterium rhizogenes
oder Agrobacterium radiobacter bezeichnet.
Agrobakterium tumifaciens sowie
auch Escherichia coli gehören
zu den ersten Bakterien, die gezielt genetisch verändert
wurden,
um unterschiedliche biotechnologische Aufgaben zu erfüllen.
Dabei
werden bestimmte Gensequenzen über Plasmide
eingefügt, um
gewünschte Eigenschaften oder Funktionen zu erzeugen.
Kritiker
stellen in diesem Zusammenhang die Frage, welche langfristigen
Auswirkungen genetisch veränderte Mikroorganismen auf Mensch
und
Umwelt haben könnten. Einige sehen darin einen
möglichen
Interessenkonflikt großer Biotechnologie-Konzerne und werfen
ihnen vor, Risiken herunterzuspielen oder kritische Diskussionen zu
vermeiden. Dabei steht aus ihrer Sicht der Schutz wirtschaftlicher
Interessen häufig stärker im Vordergrund als
mögliche
gesundheitliche Folgen.
Letzte
Untersuchungsergebnisse von Prof. Wymore, Oklahoma
Universität:
Diese
farbigen Fasern beziehungsweise Filamente wurden bereits vor vielen
Jahren an der University of Oklahoma
unter Leitung von Prof. Wymore untersucht und anschließend an
ein
forensisches FBI-Labor in Tulsa weitergeleitet. Den damaligen Angaben
zufolge wurde festgestellt, dass einige der untersuchten Fasern
plastikähnliche Eigenschaften aufwiesen und keinem bekannten
Material in den vorhandenen Datenbanken eindeutig zugeordnet werden
konnten. (Siehe dazu den Videofilm am Ende des Beitrags.)Quelle: https://www.youtube.com/embed/xsiJpuARHcE
Zu kritisieren
wäre hierbei, dass sich frühere Untersuchungen
überwiegend auf die
äußeren Eigenschaften der Filamente konzentrierten,
während
mögliche Inhalte oder eingeschlossene Bestandteile kaum
näher
analysiert wurden. Dabei wird vermutet, dass vergleichbare farbige
Trägermaterialien oder Fasern auch in bestimmten industriellen
oder pestizidtechnischen Anwendungen vorkommen könnten.Einige
Betroffene vertreten zudem die Auffassung, dass wirtschaftliche
Abhängigkeiten und Sponsorings durch große Konzerne
Einfluss
auf die wissenschaftliche Forschung nehmen könnten, wodurch
bestimmte Fragestellungen nur eingeschränkt untersucht
würden.
Für
herkömmliche Laboratorien sind farbige oder schwarze pH-
beziehungsweise UV-sensitive Trägerpolymere im Zusammenhang
mit
Bioinsektiziden möglicherweise nur unzureichend bekannt, da
nicht
sämtliche neu entwickelten Materialien, Genprodukte oder
patentierten Verfahren allgemein zugänglich sind. Oft kann nur
das
identifiziert werden, was bereits bekannt ist oder in entsprechenden
PCR-Datenbanken hinterlegt wurde.
Nach
dieser Auffassung könnten daher auch übliche
PCR-Standardverfahren zu negativen Ergebnissen führen, wenn
mögliche Erreger in Polyacryl-, PHA- oder PVC-Polymeren
eingebettet beziehungsweise abgeschirmt sind.
Quelle: Eingebettete Erreger in
bunten Polymeren aus Plastik
Quelle:
Deutsches Patent - Pestizid-Zusammensetzung aus einem pH-sensitiven
Polymer
Weder
wurde also der eigentliche Inhalt solcher
Trägerpolymere ausreichend untersucht, noch
seien
Fluoreszenztests auf Polysaccharide oder Kulturmedien gar nicht
durchgeführt worden. Aus Sicht vieler Betroffener
kann man
die bisherigen Untersuchungen daher nicht als vollständig
wissenschaftlich oder abschließend betrachten, da bislang
weder
von Kritikern noch von Befürwortern umfassend und unter
ausreichenden finanziellen sowie technischen Voraussetzungen geforscht
wurde.
Dennoch
kursiert im Internet häufig die Darstellung, verschiedene
Untersuchungsstellen seien nach sorgfältigen Untersuchungen zu
dem
Ergebnis gekommen, dass keine pathogenen Erreger –
einschließlich Borrelien – nachgewiesen werden
konnten und
es sich daher um eine psychische Erkrankung handle. Die
Forschungsergebnisse von M-R-O zeichnen nach eigener Darstellung jedoch
ein deutlich anderes Bild.
Borreliose
als Krankheitsursache:
Natürlich
gab es auch
in den USA Erklärungsansätze von Dr. Raphael Stricker
und Marianne Middleveen,
wonach diese Erkrankung mit einer bislang unbekannten Borrelienart
beziehungsweise Spirochäten-Bakterien in Verbindung stehen
könnte.
Die
zuletzt veröffentlichte peer-reviewte Morgellons-Studie ergab
jedoch nach Ansicht der Kritiker keine eindeutige Verbindung zur
Borreliose und konnte zudem nicht alle Aspekte der Erkrankung
schlüssig erklären. Insbesondere die dort vertretene
Theorie
einer filamentösen Keratinbildung der Haut beziehungsweise
Haare
– vergleichbar mit der haarigen Klauenerkrankung bei Rindern
– wird von vielen Betroffenen und Forschern als unzureichend
angesehen.
Dabei
handelt es sich um die Theorie einer Überproduktion glasiger
Keratinfilamente beziehungsweise haarähnlicher Strukturen, die
angeblich als Nebeneffekt durch die subkutane Einwirkung von
Spirochäten und anderen Bakterien in Epithelzellen und
Drüsengewebe entstehen sollen.
Parallel
dazu zog Marianne Middleveen
die sogenannte „haarige Klauenerkrankung“ bei
Rindern als
Vergleich beziehungsweise Erklärung für das Auftreten
solcher
Filamente heran. Siehe dazu den nachfolgenden Link:
Quelle: http://www.biomedcentral.com/1471-5945/15/1
http://f1000research.com/articles/2-25/v1
Quelle:
Haarige
Klauenerkrankung bei Rindern
Auch
ich ging
anfangs davon aus, dass Borrelien möglicherweise eine Ursache
dieser Erkrankung sein könnten. Je intensiver jedoch eigene
Nachforschungen durchgeführt wurden, desto weniger
Übereinstimmungen ergaben sich mit dieser Theorie.
Rückblickend
entstand der Eindruck, dass einige der beteiligten Forscher
hauptsächlich theoretische Ansätze verfolgten, ohne
ausreichende finanzielle oder wissenschaftliche Ressourcen in die
tatsächliche Ursachenforschung zu investieren. Dennoch wurde
diese
Richtung lange Zeit weiterverfolgt, da dadurch zumindest versucht
wurde, betroffenen Patienten therapeutisch beziehungsweise
medikamentös zu helfen.
Hinzu
kommt, dass die angeblich beschriebenen Keratinfilamente nach Ansicht
der Kritiker bislang weder durch Infrarot-Mikroskopie,
Gaschromatographie noch durch andere labortechnische Verfahren
eindeutig nachgewiesen wurden.
Ebenso
konnte bei einem großen Teil der Betroffenen –
Schätzungen zufolge etwa 80 bis 90 Prozent – keine
eindeutige Borreliose mittels Antikörpertests oder
vergleichbarer
Diagnostik bestätigt werden. Zwar zeigten sich teilweise
unspezifische Bandenreaktionen auf bakterielle Antigene, diese gelten
jedoch nicht als ausreichend für eine eindeutige
Borreliose-Diagnose. Stattdessen könnten solche Ergebnisse
auch
auf Kreuzreaktionen mit anderen Bakterien hinweisen, die
ähnliche
Proteinstrukturen beziehungsweise Antigene aufweisen.
Des
Weiteren können unterschiedlichste Bakterienstämme
ähnliche Krankheitssymptomatiken verursachen, darunter
beispielsweise Chlamydia pneumoniae-Infektion
oder auch virale Infektionen wie Epstein-Barr-Virus-Infektion
(EBV).
Vor
diesem Hintergrund stellt sich für viele Betroffene die Frage,
weshalb bei einer Borreliose plötzlich farbige oder
ungewöhnliche Filamente auftreten sollten. Die Vermutung, dass
solche Filamente durch eine persistierende beziehungsweise chronische
Borreliose verursacht werden, erscheint daher aus Sicht der Kritiker
zweifelhaft, da vergleichbare dokumentierte Fälle weder bei
Borreliose- noch bei Syphilis-Patienten bekannt sind – auch
nicht
bei Menschen mit langjährig chronischer Borreliose.
Die
wissenschaftlichste Erklärung zu den beobachteten
Biofilm-Filamente ist, dass sich verschiedene Bakterienarten unter
bestimmten äußeren Stressbedingungen zu
filamentösen
Formen entwickeln können. Das steht in jedem
Mikrobiologie-Handbuch!
Quelle:
http://schaechter.asmblog.org/schaechter/2008/02/why-do-bacteria-filament.html
Fakt
ist, dass die Behauptungen von Marianne Middleveen nichts
zu tun haben mit aus der Haut wachsenden Keratinfilamenten.
Zudem
würden verschiedene Aspekte, die nicht in dieses
Erklärungsmodell passen, häufig unbeachtet
bleiben. Dazu
zählen unter anderem Berichte über bewegliche
Filamente,
mögliche bakterielle Kontraktionen oder das Auftreten
unterschiedlich gefärbter Filamente.
Man
kann somit die Auffassung vertreten, dass solche Beobachtungen
innerhalb bestimmter
Forschungsansätze nicht ausreichend berücksichtigt
oder
diskutiert werden.Dass
sich bakterielle Filamente oder Biofilmstrukturen durch Kontraktionen
und andere physikalisch-biologische Prozesse bewegen können,
ist
in der Mikrobiologie grundsätzlich nichts
Ungewöhnliches.
Dazu existieren auch wissenschaftliche Videoaufnahmen und
Dokumentationen.
Einige
der früher öffentlich zugänglichen
Materialien
beziehungsweise Videolinks wurden später von den
entsprechenden
Universitäten entfernt und sind teilweise nur noch
über das Internetarchiv Archive. org abrufbar. Dies
führte bei manchen Betroffenen und Forschern zu
weiteren Spekulationen über die Gründe der Entfernung
solcher
Inhalte.
Durch
Makrofasern von Bacillus subtilis
verursachte Bewegungen führen zu neuen Formen der Fortbewegung
multizellulärer Strukturen.“
(Mendelson et al., Mikrobiologie)
Unzureichende
Forschungsansätze und voreilige Schlussfolgerungen
können zu
Fehldiagnosen führen. Insbesondere wird darauf hingewiesen,
dass
Keratinfilamente sich nicht eigenständig bewegen, nicht in
unterschiedlichsten Farbvarianten auftreten und zudem keine typischen
Haarwurzeln aufweisen. Ebenso erscheinen sie vielen Betroffenen nicht
als ausreichende Erklärung für teilweise schwere
Hautläsionen.
Als
mögliche Ursache solcher Hautreaktionen werden stattdessen
proteolytische Enzyme wie Keratinasen, Proteasen oder Lipasen
diskutiert. Diese können bei Bakterien, Pilzen, Protisten oder
auch Insektenstichen eine Rolle spielen und entzündliche
beziehungsweise allergische Reaktionen der Haut hervorrufen.
Bezüglich
der unterschiedlichen Filamentfarben, wie bereits im oberen Abschnitt
erklärt, so können z. B. auch die Hyphen von
Aspergillus niger
– üblicherweise eher dunkel oder schwarz
gefärbt
– abhängig von
Nährstoffquellen,
Umweltbedingungen oder industrieller Nutzung, grünliche oder
andere
Farbvariationen aufweisen. Unterschiedliche Pigmentierungen bei
Mikroorganismen sind in der Mikrobiologie grundsätzlich
bekannt.
Siehe dazu die nachfolgenden Bildlinks:
Quelle:
https://idw-online.de/de/image?id=138292&display_lang=de_DE
Schwarze,
kugelförmige Biofilm-Knäuls aus Hautporen
entnommen.
Ähnlichkeit zu einem Fungusball?
Wissenschaftszitat:
"Ein Fungusball (Pilzknäul) ist eine einer
Raumforderung ähnliche Ansammlung ineinanderverschlungener
Hyphen,
meist vom Aspergillus, zusammengehalten von Schleim, Fibrin und
Dedritus. "
Quelle: http://www.mevis-research.de/~hhj/Lunge/CTGlossarLunge.html
Sicherlich
bestehen gewisse Ähnlichkeiten zu multizellulären
Organismen
wie Pilzen (Fungi), da auch diese filamentösen Strukturen in
Hautporen zu knäuelartigen Ansammlungen heranwachsen
können.
Dies führte anfangs ebenfalls zu Irritationen und
unterschiedlichen Deutungen.
Nach
zahlreichen M-R-O Laboruntersuchungen ergab sich jedoch nach dieser
Auffassung eher das Bild biofilmbildender Bakteriengemeinschaften
beziehungsweise multizellulär organisierter bakterieller
Strukturen.
Spirochäten
als Ursache von Morgellons?
Natürlich
existieren neben Fadenpilzen auch sogenannte Fadenbakterien sowie
filamentöse Spirochäten, die in der Mikrobiologie
bekannt
sind, jedoch nicht allen Wissenschaftlern oder Medizinern
gleichermaßen vertraut sein dürften.
Zusätzlich
ist die genaue Taxierung filamentöser Mikroorganismen oftmals
schwierig, da sich nicht immer unmittelbar verwertbare DNS (engl. DNA)
aus Filamenten beziehungsweise Hyphen isolieren lässt.
Hinweise
auf
filamentöse Spirochäten finden sich auch in
wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Dort heißt es
beispielsweise:
„Many
spirochetes under inhibitory changes in oxygen or sulfide concentration
fail to form cross walls and elongate into unrecognizable
filaments.“
Übersetzt:
„Viele
Spirochäten bilden unter hemmenden Veränderungen der
Sauerstoff- oder Sulfidkonzentration keine Querwände mehr aus
und
verlängern sich zu nicht mehr eindeutig erkennbaren
Filamenten.“
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2774030/
Eine daraus
resultierende Vermutung
wäre, dass Morgellons möglicherweise mit
filamentösen
Formen von Spirochäten in Zusammenhang stehen könnte
und die
beobachteten Filamente aus typischen Blebs, kugelförmigen
Strukturen oder L-Formen (Protoplasma/Biofilm) hervorgehen.
Diese
Möglichkeit wurde ebenfalls von M-R-O in Betracht gezogen.
Allerdings
sprechen aus dieser Sicht mehrere Beobachtungen gegen eine solche
Erklärung: Zum einen treten unterschiedlich gefärbte
beziehungsweise pigmentierte Filamente auf, wie sie für
Spirochäten nicht typisch sind. Zum anderen konnten in den
untersuchten Proben keine eindeutigen Spirochäten nachgewiesen
werden. Darüber hinaus ist keine Melaninsynthese bei
Spirochäten bekannt, was die beobachteten Farbvariationen
ebenfalls nicht ausreichend erklären würde.
Pathologische
Konsequenzen von Biofilmen:
Die
Auswirkungen klassischer bakterieller Infektionen sind weitgehend
bekannt. Weniger erforscht ist hingegen, wie sich Infektionen oder
chronische Besiedlungen durch Mikroorganismen verhalten, die
filamentöse Strukturen, Fibrillen oder Biofilme im
Wirtsorganismus
bilden können.
In
der wissenschaftlichen
Forschung werden seit Jahren mögliche Zusammenhänge
zwischen
chronischen Infektionen, Biofilmen, Entzündungsprozessen und
Erkrankungen wie Alzheimer-Krankheit,
Thrombosen oder anderen entzündlich-degenerativen
Krankheitsbildern diskutiert. Dabei stehen insbesondere persistierende
Immunreaktionen, Gefäßentzündungen,
Gerinnungsstörungen sowie biofilmbildende Mikroorganismen im
Fokus
verschiedener Forschungsansätze.
Des
Weiteren wird vermutet, dass bei chronischen entzündlichen
Prozessen beziehungsweise persistierenden Infektionen auch Bindegewebe,
Knorpel, Kollagen oder Sehnen durch enzymatische Prozesse
geschädigt werden können. In diesem Zusammenhang
werden unter
anderem bakterielle Enzyme wie Proteasen oder andere gewebeabbauende
Faktoren diskutiert.
Langandauernde
oder
unbehandelte Infektionen sowie chronische
Entzündungsreaktionen
werden in der medizinischen Forschung mit unterschiedlichen
Folgeerscheinungen in Verbindung gebracht, darunter Symptome wie
chronische Erschöpfung, Gelenkbeschwerden, neurologische
Beschwerden oder entzündliche Reaktionen.
Auch
Erkrankungen wie Fibromyalgie,
Parkinson-Krankheit,
Arthritis,
Meningoenzephalitis,
Chronisches
Erschöpfungssyndrom, Lupus erythematodes,
Alzheimer-Krankheit
oder Multiple Sklerose
werden im Rahmen wissenschaftlicher Diskussionen teilweise mit
chronischen Immun- und Entzündungsprozessen
untersucht. Auch
Hirnschäden und schizophrene
Verhaltensweisen können daraus resultieren und ein
Schlaganfall und Herzinfarkt kann jederzeit auftreten.
Ein
direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen einzelnen
spezifischen
Mikroorganismen und all diesen Erkrankungen gilt jedoch bislang nicht
als wissenschaftlich gesichert.
Es
wäre fatal, solche Empfindungen oder Symptome vorschnell
ausschließlich als „Dermatozoenwahn“
einzuordnen, nur
weil hierzu noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse
oder allgemein akzeptierten Erklärungsmodelle vorliegen.
Kritiker
bemängeln insbesondere, dass Betroffene dadurch
häufig nicht
ernst genommen werden und eine umfassende Ursachenforschung ausbleibt.
Zugleich
zeigt sich in der heutigen Zeit zunehmend das Problem, dass komplexe
wissenschaftliche Zusammenhänge oft nur oberflächlich
betrachtet werden, da viele Menschen kaum noch bereit oder in der Lage
sind, sich intensiv mit umfangreichen Informationen auseinanderzusetzen.
Viele
Betroffene beschreiben ihren persönlichen „Status
quo“
als extrem belastend und berichten, dass sie ihre Beschwerden subjektiv
teilweise als schwerwiegender empfinden als Krebs oder AIDS. Dabei wird
häufig kritisiert, dass ihre Symptome vorschnell
ausschließlich als psychische Störung oder als
sogenannter
„Dermatozoenwahn“ interpretiert werden.
Obwohl
auch bei Babys und Tieren ähnliche Symptome beschrieben werden
und
deshalb eine rein psychiatrische Erklärung nicht alle
Beobachtungen ausreichend erfasst.
Aufgrund
meiner
eigenen Umfragen und Recherchen in den letzten Jahren sind weltweit
möglicherweise bereits ca. 200.000 Menschen oder mehr von
dieser
Erkrankung betroffen, wobei weiterhin ein stetiger Anstieg zu
verzeichnen sei (Dunkelziffer und Tiere nicht mitgerechnet).
Prinzipiell könnte zukünftig jeder davon betroffen
sein.
Mögliche Übertragungswege sind die Sporen oder
Biofilm-Filamente, Schweiß, direkter Hautkontakt sowie
kontaminierte Gegenstände.