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Diagnose von filamentösen Biofilm-Bakterien (2006-2020)


Morgellons Diagnose



In der Initialphase einer Infektion durch filamentöse Biofilme (FBB) ist eine eindeutige Anamnese/Diagnose äusserst schwierig. Da eine bakterielle Infektion mit Biofilmen allgemein eine neue Dimension von Erkrankung darstellt, die sehr schwer zu diagnostizieren und zu behandeln ist.

Biofilme sind gemeinschaftliche Ansammlungen von Mikroorganismen, die sich in einer schützenden Schleimschicht (Matrix) organisieren. Diese Matrix macht sie resistenter gegen Antibiotika, Desinfektionsmittel und das Immunsystem.

Unsere neuersten Laborergebnissen ergaben, dass am häufigsten engverwandte Bazillen aus der Bazillus cereus Gruppe nachgewiesen wurden. Wie z. B. Bazillus thuringiensis und Bazillus mycoides.
Gefunden wurden auch Rhizobium radiobacter (alt. Agrobakterium tumefaciens) und einige andere Bakterien, wie Bazillus circulans, Bacillus licheniformis und Bacillus megaterium.

Da wir es nicht nur mit einem Erreger somit zu tun haben ist die Bezeichnung 
FBB (filamentöse Biofilmbakterien) momentan opportun. Da manchmal vereinzelt oder in einem Biofilm mehrere Arten vorhanden waren. Alle nachgewiesenen Bakterien werden aber als Bioinsektizide verwendet.

Es sind im Boden lebende und menschliche Krankheitserreger, die mit „Septikämie, gemischten Abszessinfektionen und Wundinfektionen“ in Verbindung gebracht werden, sowie auch Meningitis.

Bazillen sind im Normalzustand grampositive, aerobe lange Stäbchen (ca. 10 µm), die Sporen und Filamente bilden unter schlechten Umweltbedingungen, inklusive eine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit ausbilden. Somit auch eine höhere Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen und extremen Bedingungen standzuhalten, und in einer Vielzahl von Umgebungen zu überleben.

Mitglieder der Bacillus-Familie sind in der Lage, sich in einer Vielzahl von Umgebungen zu entwickeln und zu gedeihen, darunter Böden, Wasserquellen und sogar im Verdauungstrakt von Tieren und Menschen.

Eine herausragende Eigenschaft von Bazillen sind die Fähigkeit zur Bildung von Sporen. Diese Sporen ermöglichen es den Bakterien, extreme Bedingungen zu überstehen, einschließlich Hitze, Trockenheit und sauren Umgebungen. Auch durch Erzeugung von Biofilmen, die aus einer schützenden Matrix aus Polysacchariden, Proteinen, Lipiden und eDNA bestehen. Diese Matrix wirkt wie ein Schild: Sie verhindert, dass Antibiotika oder das Immunsystem die Keime gut erreichen.


Alle Bakterien können unter bestimmten Mangelbedingungen Filamente ausbilden zum Überleben und zur Fortbewegung durch ein apikales filamentöses Wachstum
, wie Pilze, mittels einer extrazellulären, polysacchariden Matrix (Biofilm-Streamers) aus Polysacchariden, Lipiden und diversen Proteinen. Im Inneren dieser Filamente können mehr oder weniger Anhäufungen von Bakterien enthalten sein. Diese einzelnen Filamente werden in der Wissenschaft auch SCV`s (small colony variants) genannt.

Quelle: SCV`s Bacillus cereus resistent gegen üblicher Antibiotika

Montana State University: Bilder über Biofilm-Streamers die zu SCV`s werden nach Abkapslung:

Diese filamentöse Form von Biofilm, der sich also eher pilzähnlich (hyphenartig) ausbreitet, um die Umgebung zu besiedeln, haben evolutionär gesehen einen grösseren Vorteil gegenüber einzelnen Bakterienansammlungen, also freilebende Bakterien oder so genannte planktonische Zellen,
die sich nur obligat und teilweise gleitend und begrenzt ortsgebunden, z. B. in irgendwelchen Feuchtarealen/Flüssigkeiten sich ausbreiten können.

Hinzukommt, dass sie geschützt sind durch dem umgebenden Biofilm gegen das Immunsystem oder Antibiotika und Hitze, und somit auch extremophile Eigenschaften haben und im Grenzbereich zwischen Feucht-, und Trockenareale eine Überlebensnische gefunden haben (Ohrgänge, Nasennebenhöhle, usw.), und öfters auch von Haus aus multiresistent sind gegen üblicher Antibiotika. Desweiteren haben sich solche Biofilmbakterien schon längst zu multizellulären Organismen weiterentwickelt.

Bakterielle Lösungen zur Multizellularität - Eine Geschichte über Biofilme, Filamente und Fruchtkörper

Biofilme: Neue Forschungsansätze zur Therapie bakterieller Infektionskrankheiten

Biofilm streamers cause catastrophic consequences for environmental and medical systems

Morgellons Biofilm-Filamentenansammlung

Biofilm-Filamentenansammlung


 

Labortests:

Vorwiegend sollten diese Labortests gemacht werden, wenn die Erkrankung schon länger besteht
Großes Blutbild, Entzündungsparameter (Interleukin-6, Interleukin-2, C3, C4, SAA, CyC), Hämoglobinwerte, rote Blutkörperchen, Serumalbumin, ESR 32, Vitamin B1, B6, B12, Vitamin D, Serotonin, Folsäure, Eisen, Kupfer, Krebsvorsorgetests (LDH usw.)

Endokrinologische Tests, CRH, ACTH, Kortisol, Noradrenalin, DHEA, Somatropin, Cystatin C, D-Dimere, Histamin, Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine, NKT-, T-Zellen (CD3, CD4, CD8), Autoimmunerkrank. (AMA, ANA, pANCA, cANCA), Kollagenosen, Stoffwechselerkrank. allgem., Schilddrüse (TSH, FT3, FT4, Anti-DPO, TRAK), MRT Hypophyse, Nebenniere
Gastroenterologische Untersuchungen, allgem. Leberwerte/Bauchspeicheldrüse, Magen-, Darmspiegelungen, Dünndarm, Darmzotten, Stuhl-, und Urinuntersuchung, Calprotectinmessung, Enteritis, Ulcus, usw. 
Wenn möglich übliche Infektionsparameter (Immunoglobuline, C-RP, Procalcitonin, CA50, C1q, IL6), auch wenn manche wie erwähnt negativ ausfallen werden

Neurologische Untersuchungen, Autoimmunerkrankungen, Myocarditis (M7-AK), chronisch-entzündliche Erkrankungen des ZNS, Karpaltunnelsyndrom, Überprüfung der Hirnnerven, Nervenleitwert-Messung
Des Weiteren kann man nur über Speziallabors die zellschädigenden Proteine z. B. von B. cereus/B. thuringiensis nachweisen.

* HBL (Hemolysin BL)
  Dreiteiliges porenbildendes Toxin.
  Kann Zellmembranen perforieren → Zelllyse.

* Nhe (Non-hemolytic enterotoxin)
  Ebenfalls ein dreiteiliges Porentoxin.
  Schädigt Darm- und andere Säugetierzellen.

* CytK (Cytotoxin K)
  Stark membranschädigendes Toxin.
  Kann Nekrose und Zelluntergang verursachen.

* Phospholipasen (z. B. PC-PLC, PI-PLC)
  Spalten Membranlipide.
  Destabilisieren Zellmembranen und beeinflussen Signalwege.

* Hemolysine
  Sammelbegriff für zellschädigende Proteine, die rote Blutkörperchen und andere Zellen lysieren können.

Viele dieser Faktoren wirken über ähnliche Prinzipien:

1. Bindung an Zellmembran
2. Membranschädigung oder Porenbildung
3. Verlust des Ionengleichgewichts
4. Entzündung, Zelltod oder Lyse

Deshalb können sie theoretisch auch:

* Epithelzellen,
* Makrophagen,
* Neutrophile,
* oder andere Immunzellen beeinflussen.

Entscheidend ist aber:

* Nicht jeder Bt-Stamm besitzt alle diese Gene.
* Die Expression hängt von Umweltbedingungen ab.
* Die tatsächliche Wirkung im Menschen variiert stark.
* Gen-Nachweis allein bedeutet nicht automatisch klinische Pathogenität.

Auch wenn ein Bakterium Toxine besitzt, die manche Immunzellen schädigen können, heißt das nicht, dass eine Infektion im normalen Blutbild grundsätzlich unsichtbar wird.

Ein normales Blutbild ist allerdings begrenzt:

* Es misst vor allem Anzahl und Verteilung von Blutzellen.
* Es zeigt nicht direkt alle Immunprozesse oder Toxine.

Deshalb kann es Situationen geben, in denen:

* trotz Infektion die Leukozyten normal bleiben,
* oder sogar erniedrigt sind,
* besonders früh im Verlauf, lokal begrenzt oder bei bestimmten Erregern/Toxinen.

Aber häufig gibt es trotzdem andere Hinweise:

* Veränderungen im Differentialblutbild,
* erhöhte Entzündungsmarker,
* klinische Symptome,
* mikrobiologische Nachweise,
* Antikörper,
* molekulare Tests (PCR etc.).

Auch bei Erregern, die Immunzellen angreifen, bleibt das Immunsystem meist nicht komplett „stumm“, weil:

* viele verschiedene Immunzelltypen existieren,
* Gewebe ebenfalls Entzündungssignale produziert,
* der Körper redundante Abwehrsysteme besitzt.

Bei Bacillus thuringiensis speziell ist zudem wichtig:

* Menschliche Infektionen sind selten.
* Der Nachweis würde normalerweise nicht allein über ein Standardblutbild erfolgen.
* Falls medizinisch relevant, nutzt man Kultur, PCR, Toxinnachweise und klinische Bewertung.
Grundsätzlich können Kliniken und spezialisierte Labore Infektionen oder toxische Effekte durch Bakterien aus der Bacillus cereus group untersuchen. Aber: Das ist deutlich schwieriger als bei typischen Standardinfektionen und wird nicht automatisch in einem normalen Hausarzt-Blutbild erkannt.

Warum es schwierig sein kann:

* Bacillus thuringiensis wird oft nicht routinemäßig gesucht.
* Viele Bacillus-Arten gelten zunächst als Umweltkeime oder Kontamination.
* Standard-Blutbilder zeigen nur indirekte Entzündungszeichen.
* Toxinwirkungen lassen sich nicht einfach über ein kleines Blutbild erkennen.
* Manche Effekte sind lokal oder vorübergehend.

Spezialisierte Diagnostik kann aber durchaus:

* Bacillus-Arten kultivieren,
* genetisch unterscheiden,
* Toxin-Gene nachweisen,
* Sequenzierungen durchführen,
* Entzündungsmarker messen.

Universitätskliniken, mikrobiologische Institute oder Speziallabore können das wesentlich genauer untersuchen als eine Routinepraxis.

Infektionsparameter:

Höchstwahrscheinlich besteht bei einer FBB-Infektion eine kausale Relation zu stressbedingten Vorerkrankungen (Endokrine HPA-Stressachse, Gastrointestinale Erkrankungen). Insbesondere bemerkbar durch ein überreaktives Immunsystem (stressinduziert), wobei ein Übermass an Histamin, Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine, und öfters auch T-Zellen nachweisbar sind.

Wenn man mit solchen Bakterien infiziert wird, ergeben sich zwar im weiteren Verlauf typische Symptomatiken wie bei anderen bakteriellen Infektionen, aber mittels Serologie können anfänglich keine Anzeichen einer Infektion durch übliche Infektionsparamenter gemessen werden (IgA, IgM, IgG, IgE, usw.), da diese Bakterien eingebettet sind in einem Biofilm und somit auch keine Antigene präsentieren würden.

Die Granulozytwerte im Blut können je nach dem, normal oder auch stark verringert sein und im späteren Krankheitsverlauf kann auch ein gestörter oder erniedrigter Hormonhaushalt durch Langzeitstress (Somatropin, Serotonin, Kortisol, DHEA, Noradrenalin) vorliegen. Funktiontests 
CRH/ACTH Triggerhormone, sowie Hämoglobinwerte, Serumalbumin und ESR 32 sollten auch Untersucht werden.

Manchmal sind nur Leukozyten oder CRP-Werte (C-Reaktives Protein) leicht erhöht oder der Zytokin-, Histaminspiegel im Blut ist am Anfang der Erkrankung anfänglich leicht und später grenzwertig angestiegen. Procalcitonin ist unauffällig, so wie angelegte Blutkulturen, die Standardmässig immer bei Körpertemperatur (35-37 Grad Celcius) kultiviert werden, fallen auch negativ aus. Auch mit PCR-Tests kommt man nicht weiter, da man nicht das nackte Bakterium im Blut hätte. Somit entgehen Biofilm-Bakterien meistens den üblichen Laboruntersuchung, was ein Desaster ist für den jeweiligen Patienten. Ausser man legt Kulturen bei Zimmertemperatur oder 26-28 Grad Celcius an. Das wird üblicherweise in Humanlaboratorien nicht so praktiziert.

Biofilm-Kultivierung:

Hauptsächlich sollten Kulturen vom Biofilm und dessen filamentösen Erweiterungen (Streamers) oder Gewebsproben gemacht werden auf MacConkey, Blut/Urea, nährstoffreiche Boullions, oder Bazillen-Agar (NGA) bei 26 - 28°C für 7-10 Tage, um involvierte Bakterien der Bazillus cereus Gruppe und Agrobakterien wie Rhizobium radiobacter, A. vitis, B. megaterium, B. subtilis, B. pumilus nachzuweisen.

Morgellons Biofilmfilament aus der Haut

R. radiobacter und B. cereus Bakterien sind Oxidase und Urease positiv. Für einen Urease-Test kann man z. B. Testkits verwenden für H. pylori-Nachweis. Hierzu werden aber nur die Filamente verwendet mit dem Testkit.

Wer tiefer gehen will oder kann, könnte nach dem kultivieren auch phenotypische Tests noch machen lassen, um die Biovare zu ermitteln. Also mit welchen genetischen Varianten wir es zu tun haben, da nach den Kulturen öfters nur eine Maldi-Tof Analyse gemacht wird und man noch einen 16S rRNA-Test machen sollte, um z. B. bei Bazillus cereus auch die Subvariante Bazillus thuringiensis zu ermitteln!  

Genotypen-Identifikation sollten nicht unbedingt mittels PCR-Tests gemacht werden, sondern eher über eine 5'-end-Gensequenzierung über einen 16S rRNA-Test (Kosten 300 Euro). Auch könnte man dadurch andere Subvarianten wie z. B.  C58, A. rhizogenes K1026 or K84 (alt. A. radiobacter K84), A. radiobacter CFBP 2414T, un A. vitis LMG 8750T (Weinanbau) nachweisen. 

Morgellons herauswachsender Biofilm aus Filament

Herauswachsende Biofilmmasse aus Filament,
dass später kristalllisiert
(Cry-Proteine). Typisch für B. thuringiensis

Alleinige Nachweise über mikroskopische Untersuchungen zeigen meistens nur Zellulosefilamente mit Schleim, die von diesen Bakterien erzeugt werden zur Anhaftung an jeglichen Wirtsorganismus und mit Kleidungsfasern verwechselt werden, da diese auch wie Zellulose (Baumwollfasern) aus Polysacchariden bestehen.

Diese Erkrankung ist eher als systemische Erkrankung anzusehen und ist per se keine Hauterkrankung, da der Biofilm sich meistens zuerst vom Darm aus weiter in die Blutbahn, Organe und später auf der Haut oder in den Hautporen ansiedelt.

Im späteren Verlauf reagiert das Immunsystem immer mehr mit hyperallergischen und multi-inflammatorischen Reaktionen
auf die bakteriellen Proteine (proteolytische Verdauungsenzyme) oder Toxine als Nebenprodukte und man kann zumindest im späteren Krankheitsverlauf einige erhöhte Entzündungsparameter nachweisen, wie Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine, T-Zellen und verstärkt Histamin.

Vermutlich bedingt durch die bakterielle Enzymfreisetzung mit nachfolgender allergischer Reaktion der Haut (Histaminausschüttung, usw.), die aber keine IgE-Induzierte Reaktion ist. Gleichfalls produzieren diese Bakterien selber auch Histamin, was später zu einer Histaminose oder Histaminintoleranz führen kann.

Morgellons anthraxähnliche Wunden

Anthraxähnliche Wunden

Da diese Infektion mit Biofilmen systemisch verläuft, sollte eine simple Hautbegutachtung nicht als einziges Kriterium zur definitiven Krankheitserkennung dienen. Da dann, die Infektion/Infestation vorwiegend noch in den Hautporen, oder subkutan in tieferen Hautschichten, Magen-Darmtrakt, Lymphsystem und Lymphknoten präsent ist, und erst nach Wochen sich mit den typischen Hautsymptomen manifestiert, die wie Krater, anthraxähnliche Wunden gleichen können.

Anthraxähnliche Wunden

Es gibt auch viele Fälle, wo die Hautsymptomatik eher verringert ist, vermutlich bedingt durch eine allgemein geringere Immunantwort, Histminproduktion des Erkrankten.

Morgellons kraterähnliche Wunden

Bei Verdacht auf eine Biofilminfektion sollte auch Stuhl und Urin untersucht werden. Dermatologisch der ganze Körper, Haarareale, äußere Oberarme, Schulterpartien, Lendengegend, Innen- und Aussenschenkel und auch die Augentaschen und Nasen- und Ohrenhöhlen per Wattestäbchen (wie z. B. bei Staph. aureaus).

Durch Aufsprühen auf die Haut mit z. B. einer Chili-Creme (Dermatologe) oder Aloe Vera kann man Befallsareale meistens sichtbar machen, da dann wie bei einer Mallorca-Akne kleine Pusteln oder Bläschen entstehen. Auch mit einer Schwarzlichtlampe kann man glasige Fasern auf der Haut erkennen, die nicht immer vom Kleidungsabrieb stammen. Man kann auch Milch oder Öle auf die gereinigte Haut auftragen, um manche Fäden herauszutreiben.

Genauere mikroskopische Hautuntersuchungen per Auflichtmikroskop und per Hautgeschabsel, oder ein Klebebandabklatsch direkt von der Hautoberfläche entnommen ergeben mehr Klarheit. Da meistens einige Fäden/Fasern, sowie auch eine gelartige Masse oder Granulat daran kleben bleiben. Typische Befallsstellen sind auch in den Augen-, Nasen-, Mund-, und Ohrenbereichen vorzufinden. Diese Proben sollte man kultivieren, wie oben erwähnt.

Morgellons Augenperforierender Biofilm

Auch die AugenHornhaut (Cornea-Perforation) und Linse können mit dem bakteriellen Biofilm infiziert sein, durch Lymphausfluß oder auch über eine direkte Fingerkontamination. Dabei kann sich eine Entzündung der Augen (Keratitis, Uveitis) oder der Bindehaut (Konjunktivitis) entwickeln. Mit verstärkter Rötung, Schmerzen und einem Fremdkörpergefühl in den Augen. Gepaart mit einer verringerten Sehschärfe und verstärkten Lichtscheue. 

Im unteren Link wird auch eine Augenhornhaut-Perforation von Ärzten beschrieben!

Quelle: Universität of Alberta/Canada - Morgellons disease leading to corneal perforation and enucleation

Auch eine Befragung des Patienten über seine Lebensumstände wäre von Vorteil, um abzuklären, ob z. B. eine eventuelle Reinfektion über Haustiere, Partner, Wäsche usw. auszuschließen ist.  

Quelle: Agrobakterium als Humanpathogen

Quelle:  Agrobacterium and relation to Morgellons

Quelle:  Common Plant Vector A. tumefaciens injects Genes into Human Cells

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1201971208000878

http://www.seq.es/seq/0214-3429/30/1/chanza25nov2016.pdf

http://www.microbiologyresearch.org

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC130740/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8086552/

https://academic.oup.com/cid/article/38/1/149/355862/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4985768/

http://cid.oxfordjournals.org/content/38/1/149.full 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3133165/

http://www.nature.com/bmt/journal/v26/n1/full/1702470a.html

http://path.upmc.edu/cases/case98/dx.html

Rhizobium radiobacter, oder anders genannt Agrobacterium tumefaciens oder A. radiobacter, A. vitis, usw., also immer das selbe Bakterium nur mit anderen Eigenschaften, kann systemische Erkrankungen erzeugen, und ist neben Bazillus thuringiensis oder Bazillus megaterium, vermutlich mitbeteiligt an dieser Biofilmerkrankung. B. megaterium und Bazillen der B. cereus gruppe können antraxähnliche kutane Wunden erzeugen.

morgellons-wunden

Rhizobium radiobacter und auch Bazillus cereus, die öfters in Proben nachgewiesen wurden, verursachen anfänglich, je nach Immunstatus, im höchsten Virulenzstadium eine Blutvergiftung oder auch eine Bauchfellentzündung, oder kann eine Blinddarmentzündung auslösen. In einem späteren Verlauf bei ungenügender Behandlung entwickeln sich auch Lungen- und Gelenkentzündungen, Augen-, Blasen- und Nebenhöhleninfekte usw., da das Immunsystem überreagiert durch dort angesiedelte Filamente.

Auf alle Fälle kann man vorab abklären, ob z. B. auch eine aktive Infektion durch Spirochäten besteht. Fakt ist, wenn nicht alle, z. B. Borreliose-Antigen-Banden nachweisbar sind, es sich auch um ganz andere Bakterien handeln kann, die Kreuzreaktionen (Bande 41) durch ähnliche Antigene verursachen können. Aber auch Spirochäten werden von der Pestizidindustrie als biologische Insektizide eingesetzt und die klinische Symptomatik könnte als Borreliose ausgelegt werden!

BACTERIA, SPIROCHETES, AND RICKETTSIA AS INSECTICIDES

https://nyaspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1749-6632.1973.tb32749.x

Fast alle Betroffene haben früher oder später erniedrigte Werte von Vitamin B12, Vitamin D, Serotonin, Folsäure, Eisen und roten Blutkörperchen. Sowie ein angeschlagenes Hormonsystem (HPA-Stressachse) und Demineralisierung. Folglich ist öfters auch eine Sauerstoffaufnahme gestört und Abgeschlagenheit, Anämie sowie Schlafstörungen (Histaminüberschuss) gehen einher. 

Im weiteren Krankheitsverlauf leiden viele unter einem chronischen Ermüdungssyndrom (CFS), zähen und schleimigen Husten, Augenentzündungen, verschwommener Blick, Hautatrophien und Depigmentationsareale, Zahnfleischschwund. Brücken, Plomben und Zahnausfall, und öfters auch Muskel- und Gelenkschmerzen, Ödeme, Nervenentzündungen, niedriger oder erhöhter Blutdruck, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, Wimpern- und Haarausfall. 

Auch mit ersten Anzeichen von Autoimmunerkrankungen, oder einer Fibromyalgie und Alzheimer. Dies lässt verstärkt den Schluß zu, dass solche Erkrankungen tatsächlich auch durch Mikrobeninfektionen verursacht werden können. Es wird viel über solche Krankheiten nachgeforscht, doch was passiert, wenn sie auch durch Biofilme ausgelöst werden, die man nicht einfach nachweisen kann. Biofilminfektionen verlaufen unter dem Radar und könnten vermutlich eine Ursache für viele Krankheiten sein!

Bei manchen Betroffenen ergeben sich auch nach Jahren wenige Hautsymptome, sondern nur eine Infestation der Nebenhöhlen, Nase, Ohren, Mund-Rachenbereich und explizit der Augen und dem umgebenden Gewebe. Eine schlechtere oder verschwommene Sicht ist typisch, mit späteren Entwicklung zum Katarakt. 

Verständlich, dass bei der Fülle an möglichen Erregern und aufkommenden Untersuchungen das Budget eines Arztes und der Krankenkassen gesprengt wird. Da die Labor- und Behandlungskosten ins Unermessliche gehen würden. 

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Ergänzung 2015:  Kürzlich wurde eine britische Krankenschwester nach erfolgreicher Behandlung des Ebola-Virus erneut eingeliefert, da sich die Viren unerkannt in den Glaskörpern der Augen abgelagert hatten und dann Ebola später erneut aufflammte. Parallel zu vielen anderen viralen oder bakteriellen Infektionen, erkannten nun Wissenschaftler, das Ebola nicht nur über Blut usw. übertragbar ist, sondern auch durch Körperkontakt, sprich Hautschweiss! Dies ist ähnlich gelagert bei Morgellons und vielen anderen Infektionen.

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Allgemein kann man sagen, dass kutane und subkutane Symptome von Biofilmfilamenten und integrierten Bakterien resultieren, die durch Enzymfreisetzung resultierende Hautläsionen verursachen und über die Jahre immer mehr Humangewebe lysieren. 

Viele Hautsymptome werden nicht nur von Rhizobium radiobacter, Bazillus thuringiensis oder Bazillus megaterium verursacht, sondern überschneiden sich auch mit Sekundärinfektionen (opport. Bakterien, Hautpilze, Fadenpilze?).  

Dieser Biofilm kann sich in kurze Filamente oder kleine Blebs aufteilen und über das Lymphsystem in alle körperlichen Bereiche und zuletzt in die Hautporen geschwemmt werden, und sich dort in den Hautporen umgebungsbedingt zu längeren Filamenten (Spulen) weiterentwickeln. Manchmal sind dort in den Hautporen auch mehrere bunte Filamente (Aminosäuren, melaninbedingte Farberzeugung) ineinander verschlungen und treten dann als Fädenknäuls auf. 

Da der Biofilm sich an die Haarwurzel anhaftet, wächst er mit dem Haar auf die Hautoberfläche heraus. Um dann durch Enzymfreisetzung wieder in die Haut zu gelangen. Dabei entstehen die typischen allergischen Hauterscheinungen (Pusteln, Bläschen). Ein Kurzhaarschnitt ist da sehr hilfreich, um die anhaftende Biofilmmasse zu reduzieren.

Manche Filamente können auch durch das Ausschwitzen auf die Haut auf andere Individuen oder Gegenständen durch simplen Körperkontakt übertragen werden. Infektiös ist somit der Schweiss, Haut und Haare, Blut, Urin, Tränenflüssigkeit, Stuhl, und andere Körperflüssigkeiten im Anfangsstadium!

Viele Patienten gaben an, dass sie vermutlich auch an Morgellons erkrankt sind. Diese hatten aber nirgendswo auffindbare Filamente, usw., sprich typische Anzeichen einer Biofilminfektion, aber ähnliche Symptomatiken. Eine Differentialdiagnose sollte da vorangehen, um Pseudoscabies und einige andere bakteriell/mykotischen infektiöse Hautkrankheiten auszuschließen. Dazu zählen insbesondere auch sehr ähnlichgelagerte mykotische Infektionen wie z. B.  mit Phaeoacremonium parasiticum, Pityrosporum folliculitis oder Coccidioides immitis und einige Dermatophyten.

Sowie auch Protozoeninfektionen von z. B. Pythium insidiosum oder Hauterkrankungen wie Prurigo oder Urticaria, die ähnliche Hautsymptomatiken verursachen können. Eine histopathologische Untersuchung ist auf alle Fälle indiziert.

Zusätzliche können Ko-Infektionen später auftreten durch Vermehrung von opportunischen Erregern (Candida, Enterobakterien, Viren, usw.) aufgrund eines teilgeschwächten Immunsystems auch durch Nieren-, und Blasenentzündungen. Wobei durch einen ständigen Harndrang vermehrt Immunoglobuline ausgeschwemmt werden. Aber auch andere Krankheitserreger können involviert sein, die zuvor in der Natur, Darm, usw. einen Kontakt mit den erwähnten Filamenten/Biofilm hatten und daran kleben blieben oder im Biofilm integriert wurden.

Vorerkrankungen

Frühe traumatische Erlebnisse und dramatische Schicksalsschläge sind kennzeichnend für alle Erkrankten. Hauptsächlich sind diese früheren (posttraumatischer Stress) und auch aktuelle Traumata, oder latente Infektionen und die daraus resultierenden, permanenten Stresshormonausschüttungen samt körperlichen Konsequenzen (z. B. Disbalancierung des vegetativen Nervensystems und Immunsystems, Hypophyseninsuffizienz, HPA-Stressachse), Immunkompromittierung, Magen-Darmerkrankungen, die Hauptursache für diese Erkrankungen mit negativen Einfluss auf die allgemeine Immunkompetenz der Betroffenen.

Autoimmunerkrankungen, multiple Entzündungen und infolge auch Krebs hatten sich bei vielen Betroffenen in der Spätphase entwickelt. 29% starben z. B. an einem aggressiven Bauchspeicheldrüsenkrebs!

Aber auch eine schlechte Ernährung, oder auch prädispositionelle Faktoren wie Diabetes mellitus oder Krebs und eine frühere, falsche kortikosteroide Therapie, nervlich bedingte Erkrankungen, Viruserkrankungen, vorher bestehende AutoImmunerkrankungen wie Hashimoto, Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenerkrankung, sowie auch ein Operationstrauma, Amalgamentfernungen, können mit ausschlaggebend sein für eine Infektion mit diesen Krankheitserregern. 

Kontamination:

Es kann eine Erstbesiedelung des Biofilms im Mund-Nasenbereich sowie im behaarten Bereich oder auf der Haut stattfinden. Dabei kann eine größere Pustel- und Bläschenbildung oder ein Hautausschlag, erst nach 3-4 Tagen oder auch schon am ersten Befallstag auftreten, abhängig von der Schweissbildung und der aktuellen Virulenz (Nahrungsmangel) der Biofilmfilamente.

Häufig sieht man Hautläsionen/Pusteln um die Augenpartien/Stirn herum, wobei auch die Augenbrauen und Wimpern befallen sind und öfters auch ausfallen. Morgens ist manchmal auch ein Verkleben der Wimpern festzustellen. Tendenziell bilden sich vermehrt Hautläsionen an den Schweißzonen. 

Später auch an anderen körperlichen Extremitäten, so wie um die Augenbrauen, Augenunter- und Oberlider, Wimpern, Ohren, Nase, Lippen, Zunge, Zahnfleisch, Schleimhäute im Mund- und Nasenbereich, in den Augen, Ellenbogen, Brustwarzen, Knie, Gelenke, Füße, Zehen, Vaginalbereich, Muttermund, Skrotum.

Manche Hautareale gleichen auch Dermatosen oder Ekzemen, dabei ist die Haut dann schon massiv unterwandert mit dem Biofilm, der überwiegend subkutan weiterwächst und auch ständig auf interne und externe Einflüße reagiert, wie z. B. Wasser, Säuren, Alkohol, Druck.

Manchmal sind nur an den typischen Schweißzonen Prelektionsstellen erkennbar. Später können sich auch Prelektionsstellen vorfinden um die Brustwarzen, am Nacken und am Dekollete`, an der Gürtellinie, den Schultern, den Handrücken, zwischen den Fingern und allen anderen Bereichen die Schweiß erzeugen, oder durch eine Schmierinfektion entstanden sind.

Auch durch Druckstellen der Hände, die am Körper oder Kopf aufliegen oder durch ein längeres Aufliegen einer Körperpartie (seitlich oder Schultern, Rücken), bildet sich dazwischen automatisch eine Schweißschicht oder Blutstau, der auch das Lymphsystem beinflusst und dort mehr Hautsymptome sich manifestieren können. 

Beim direkten Verschlucken dieser Filamente können die Symptome sich verzögern oder gar für längere Zeit ausbleiben. Da diese Mikroorganismen sich dann vorerst nur im Dick und Dünndarm ausbreiten und später bedingt durch verschiedene Faktoren eine Expansion in Richtung Blutbahn oder subkutane Areale anstreben und im weiteren Verlauf sich im Nervengewebe oder Bindegewebe, Schleimhäute verkapseln, und sehr viel später nach Stresszuständen des Patienten dort wieder ausbrechen.

Wenn wir von migrierenden Biofilmen sprechen, dann könnten eventuell auch ansässige Pilze (Candida) und Enterobakterien, usw. weiter in die Blutbahn usw. mitgeschleift werden, oder bei einem DNS-Transfer involviert sein, um Resistenzen weiterzugeben per Plasmide.

Laut einer M-R-O Umfrage sind ca. 17% der Erkrankten (meistens in wärmeren Gegenden) zusätzlich durch Infestationen mit diversen Insekten belastet, dass auch zu anfänglichen Fehldiagnosen verleitet. Insekten werden, wie bekannt, verstärkt durch Stickstoff/Ammonium angezogen.

Wenn sich dieser bakterielle Biofilm in der menschlichen Epidermis und den Schweissdrüsen ansiedelt, werden durch den Stoffwechsel dieser stickstoffbindenden Bakterien (Urease-Ammonium) allerlei Insekten angezogen und auch dazu verleitet, dass sie ihre Eier in der Haut ablegen. Gleichzeitig kann die Stickstoffverwertung dieser Bakterien und die Umwandlung (Ammonium/Ammoniak) zu Nervenentzündungen und Nervenschädigungen führen.









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